Brunnthaler G’schichten – Die Geschichte der Firma Amtmann von 1955 bis heute.

 

2000er Jahre

Die Dotcom-Blase platzt. Einführung des Euro. Terroranschläge auf das World Trade Center. Joseph Ratzinger wird Papst. Handys sind jetzt in allen Händen. Das Internet revolutioniert die Medien- und Kommunikationslandschaft. Die Welt wird digital und die Firma Amtmann wird 50 Jahre – und kein bißchen leise:

Durch die eigene Musterfertigung mit moderner Cut- und Plottertechnologie 2009 hat sich die Firma Amtmann technisch weit nach vorne katapultiert, die Maschine von Aristo mit einem Bogenmaß von bis zu 1200x1700mm leistet hervorragende Arbeit.
Auch durch die Erweiterung des Maschinenparks in 2009 mit einer der größten Stanzmaschinen (1300x1800mm, Enco) hat das Unternehmen einen weiteren Schritt nach vorne gemacht.

 

Die 90er Jahre

Endlich Deutsche Einheit. Kriege am Golf und in Jugoslawien. In Berlin geht die erste Loveparade an den Start. Deutschland wird zum dritten Mal Fussballweltmeister. Die Diddl-Maus wird geboren und die Firma Amtmann wächst und wächst.


Anfang des neuen Jahrzehnts ist das alte Firmengebäude endgültig zu klein. Der Neubau am Dorfrand wird in Angriff genommen. Die Maschinenbau-Sparte erwies sich zunehmend als nicht mehr rentabel. Konsquenz: 1997 wurde sie an die Firma Hennig Feinwerktechnik verkauft. Die Firma Amtmann Papierverarbeitung stand nun im Fokus der unternehmerischen Aktivitäten. Geleitet von Matthias Amtmann, der seit 1993 zusammen mit seiner Mutter verantwortlich zeichnete. Am 24. März 1997 nahm der neugebaute Betrieb in der Hofoldinger Straße 17 mit 20 Mitarbeitern seine Produktion auf. Eine neue Ära nahm ihren Anfang. Otwin Amtmann wäre stolz gewesen.

 

Die 80er Jahre

New Wave bewegt die Jugend. Helmut Kohl wird Kanzler. Die Grünen werden gegründet, AIDS wird ein Thema. Die Reaktor-Katastrophe in Tschernobyl. Steffi Graf und Boris Becker erobern den Tennis-Himmel. Computer halten Einzug in die Haushalte. Die Mauer fällt und die Firma Amtmann musste schwere Schicksalsschläge verkraften.

1986 Großbrand in der Fabrik, Otwin Amtmann erkrankte schwer. In weiser Voraussicht nahm er seine Schwiegertochter Elisabeth Amtmann in die Geschäftsführung auf. Am 2. Oktober 1988 starb der Firmengründer. Ein schwarzes Jahrzehnt in der Amtmann-Geschichte.

 

Die 70er Jahre

Olympia in München. Deutschland wird Fussball-Weltmeister. Der RAF-Terror erschüttert das Land. Richard Nixon fällt über den Watergate-Skandal. Punk Rock explodiert erst in London dann weltweit und die Firma Amtmann stellt sich breiter auf.

Der visonäre Tüftler Otwin Amtmann gründete seine 2. Firma: Amtmann Apparatebau. Bestes Beispiel für seine profitablen Visionen war der Klebeautomat RST Standard für die Streifenleimung zum Aufkleben von Rückenstützen. Der Erfolg forderte die zweite Betriebserweiterung. Das erste Stockwerk wurde für den Maschinenbau und die Verwaltung umgebaut.

Weitere Maschinenentwicklungen wie die Schnürenaufhängermaschine AH-fit eroberten den Markt im In- und Ausland. Resultat: 65 % Marktanteil in Deutschland.

1979 gab es was zu Feiern: 25 Jahre Amtmann. Ein Vierteljahrhundert Innovationen. Wer hätte das gedacht? Natürlich der mutige Firmengründer.

 

Die 60er Jahre

Der erste Mann im All. In Berlin wird die Mauer errichtet. Martin Luther King bekommt den Friedensnobelpreis. Die Beatles sorgen weltweit für Hysterie. Neil Armstrong macht die ersten Schritte auf dem Mond und die Firma Amtmann geht ebenfalls neue Wege.

Erste Auslandskontakte werden in die Schweiz und nach Frankreich geknüpft. Amtmann ist eine bekannte und angesehene Größe im Münchner Raum. Anfang der 60er Jahre wird die Lackherstellung reduziert. Die Papierverarbeitung wird gegründet. Das hieß nicht nur auf zu neuen Ufern sondern auch Erweiterung des Maschinenparks. Die erste räumliche Erweiterung wurde notwendig. Der Kuhstall war jetzt zu klein, Wohnhaus und Hof mussten umgebaut werden. Und Otwin Amtmann brauchte Unterstützung. Auftritt Hermann Sauter.

Seit 1962 hielt Hermann Sauter dem Firmengründer den Rücken frei für neue Ideen und Konzepte. Leichtplakate wurden jetzt produziert. Die Maschine LK 2000 wurde selbst entwickelt und gebaut, mit ihrer Hilfe ließen sich gegenüberliegende Kanten umschlagen und kleben. Eine weitere Innovation war die Bearbeitung von Drucken auf Blisterpack. Sie wurde zur Spezialität des Hauses – patentrechtlich geschützt.

 

1955

Deutschland ist endlich nicht mehr besetzt. Kanzler Adenauer besucht Moskau. In Wolfsburg rollt der einmillionste Käfer vom Band. Die 1. Documenta wird in Kassel veranstaltet. Bill Haley rockt around the clock und Otwin Amtmann geht mit der Firma Amtmann & Co. KG an den Start.

Otwin Amtmann investierte in eine Gulla-Lackiermaschine der Firma Billhöfer und fand Mitarbeiter/innen aus dem Dorf und der Umgebung. Weil ihm die Lackqualität nicht genügte, startete eine eigene Lackherstellung. Das Ergebnis seiner unternehmerischen Vision: 32 Rezepturen für Kalenderlacke, Tiefziehlacke, verschiedene Kunstharz- und Nitrolacke sowie Heißsiegellacke.

Unermüdlich ging es mit neuen Ideen weiter. Mit einem revolutionären Lackierpräparat, das einen folienartigen Film auf das Papier auftrocknete. Und zwar so elastisch, dass es beim Nuten von Kunstdruckpapier keinen Bruch aufwies.

 

 

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